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EUR vs CHF

12.09. Zunächst erscheint es so, dass der Nordkoreakonflikt doch mit diplomatischen Mitteln gelöst werden soll. Die martialischen Töne sind leiser geworden. Reflexartige Reaktionen aus Nordkorea als auch den USA bleiben derzeit aus. Das Konjunkturbild überzeugt bezüglich der Weltwirtschaft. Allen voran die Eurozone und die aufstrebenden Länder, zusammen gut 80% der Weltwirtschaft reüssieren, während die USA und das UK eine unterproportionale Performance liefern. Das Thema Zinserhöhungszyklus in der westlichen Welt ist wenig ausgeprägt. Die jüngsten Einlassungen aus den USA implizieren Zurückhaltung. Die Einlassungen der EZB haben auch nicht ansatzweise etwas mit Start des Zinserhöhungszyklus zu tun.

11.09. Politiker und Notenbanker haben es geschafft, die weltweite Verschuldungskapazität durch Erhöhen der Anzahl der Schuldner und das Senken der Finanzierungskosten nochmals deutlich auszuweiten und haben diese Situation ausgiebig für ihre Finanzpolitik bzw. ihren Gewinn genutzt. Damit wurde die Politik, die uns in die Krise von 2008 geführt hat, noch konsequenter fortgesetzt. Das Problem ist nur, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis wir vor dem nächsten „Minsky Moment“ stehen, dann mit noch mehr Schulden und schon rekordtiefen Zinsen.

05.09. Zehn Jahre nach Beginn der Finanzkrise loben sich die damals wie heute Verantwortlichen für die gelungene Bewältigung der Krise und die Erholung von Wirtschaft und Finanzmärkten. Dabei zeigt eine nüchterne Betrachtung, dass sie das zu Unrecht tun. Die Krise ist nicht vorbei. Stattdessen wurde auf Zeit gespielt, ohne die Krisenursachen zu bereinigen. Mit ihrem Tun legen sie die Basis für eine noch grössere Krise.

31.08. Ihren Platz in den Geschichtsbüchern hat die Präsidentin der US-Notenbank, Janet Yellen, so gut wie sicher. Schon bald wird man ihre Aussage, es gäbe „keine Finanzkrise mehr zu unseren Lebzeiten“ als ein weiteres Beispiel für die Hybris der wirtschaftspolitisch Verantwortlichen zitieren, egal ob diese in Regierungen oder Notenbanken sitzen. Auch Draghi dürfte es ähnlich ergehen, hat er zwar unstrittig mit seinem radikalen Eingreifen den Euro zunächst gerettet, die Grundprobleme jedoch massiv vergrössert.

25.08. Now we are getting ready to enter the bubble phase in stocks. Actually I think it’s already started. It began with the reversal on election night. Seriously anyone with a lick of common sense has to realize the the end game to years of QE has to be another series of bubbles. We are doing the same thing we did in the late nineties and again in the mid 2000’s only this time monetary policy is on steroids. We have to get the same result. There has to be a bubble or series of bubbles.

Noch hält das Schönwetterfenster eine gewisse Zeit an, aber dies ist befristet und hängt vom weiteren Polit-Theater in der Eurozone und den Makrodaten ab.

23.08. Der EUR/CHF steht dank dem sich überraschend rasch, anscheinend bessernden Makrobild der Eurozone (Dank den Medien?, bis zu den deutschen Polit-Wahlen am 24.9.2017?) in einem „Schönwetterfenster“, aber nicht in einer nachhaltigen „besseren Welt“. Die Euro-Länder bleiben überschuldet und nur dank der Tiefzinsphase von Draghi im Haushalt einigermassen entlastet. Die Euro-Banken bleiben geschwächt. Eine nachhaltige Besserung zu vermuten, wäre fahrlässig.

07.08.2017 Bitcoin is well into its bubble phase and becoming attractive to the public. It’s dangerous to be investing in Bitcoin this late in the game.

Der EUR/CHF macht vor 1.1500 eine Pause um danach nachhaltig darüber in Richtung 1.1800/1.2000, im Best Case gegen 1.2500 anzusteigen. Der Fahrplan dazu ist der Verlauf des EUR/USD. Das Schönwetterfenster hält an.

20.07. Spanien hat sich aus der Krise gearbeitet und im zweiten Quartal wieder dasselbe BIP-Niveau erwirtschaftet wie vor der Finanzkrise. Aber: Die Staatsverschuldung ist in Spanien mit 100% vom BIP zu hoch, die Jugendarbeitslosigkeit mit 38% ebenso. Trotzdem ist Spanien neben Irland der Musterschüler unter den einstigen Krisenstaaten. Katalonien stimmt am 1. Oktober über seine Unabhängigkeit ab. Und seit Pedro Sánchez wieder Chef der Sozialisten ist, scheint Mariano Rajoys Minderheitsregierung wieder in Gefahr. Der EUR/CHF hängt vom weiteren Verlauf des EUR/USD ab. Ein Ausbruch über EUR/USD 1.1600 in Richtung 1.2500 und höher ist nur eine Zeitfrage. Dies bringt dann auch Rückenwind für den EUR/CHF für einen Anstieg über 1.1150 in Richtung EUR/CHF 1.1800.

10.07. Die Schulden der EURO-Länder betragen 10 Billionen Euro. Wären die Zinsen nur um einen Prozentpunkt höher, so müssten zusätzlich 100 Mrd. Euro bezahlt werden. Das gesamte Defizit der Euroländer beträgt schon heute 158 Mrd. im Jahr. +1% höhere Zinsen würden das Defizit auf 258 Mrd. in die Höhe schnellen lassen. Die Euro-Zone befindet sich in einer Staatsschuldenkrise, die Draghi bisher mit der Nullzinsgeldschwemme verschleiert. Höhere Zinsen hätten in Frankreich und Italien sowie in Spanien und Griechenland katastrophale Folgen.

02.07. Wir haben trotz anhaltendem Kreditwachstum in Europa eine Situation, in der die globale Zusatzliquidität langsamer wächst, während das System auf immer höhere Dosen angewiesen ist. Da ist es nur eine Frage der Zeit, bis es an den Assetmärkten zu Korrekturen kommt. Im Sommer dürfte das jedoch nicht der Fall sein, solange es nicht zu einem unerwarteten Ereignis kommt. Zu viele Akteure sind im Urlaub oder agieren auf Sparflamme. Im Herbst kann dies anders sein. Der EURCHF kommt in ein temporäres Schönwetterfenster, ein nachhaltiger Ausbruch über 1.1100/1.1200 folgt  dann später.

30.06. Es gibt (noch) die Erwartung, man könnte die Euro-Staats- und Bankenprobleme durch mehr Umverteilung lösen. Leider ist dem nicht so. Wir haben es zu tun mit: Einer strukturell fehlenden Wettbewerbsfähigkeit vieler Euroländer. Die wird durch mehr Umverteilung nur verfestigt, nicht gelöst. Daran ändern mehr Transfers nichts. Das geht nur, wenn man die Schulden bereinigt. Einem strukturellen Trend zu geringerem Wachstum aufgrund Demografie und Produktivitätszuwächsen. Daran ändert mehr Umverteilung nichts. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass wir uns in den kommenden Monaten mit Scheinthemen beschäftigen, die zwar zu mehr Umverteilung führen werden, nicht jedoch die Probleme lösen. Der politische Druck auf Deutschland wächst weiter. Und dennoch besteht die grosse Chance, dass der  EUR/CHF in den nächsten Monaten nach oben ausbricht. 

12.06.: Der Macron-Sieg bringt die Umverteilung zu Lasten Deutschland in Gang und damit nochmals eine Schönwetterperiode, aber keine nachhaltige Lösung. Die Märkte feiern. Die US-Wirtschaft ist zu 70% von den US-Konsumenten abhängig. Der US-Konsum ist heute so schwach wie zuletzt vor sieben Jahren. Der Konsum läuft nur auf Pump und ist sehr zinssensibel.

08.06. Die Exporte Chinas nach Asien übersteigen die Exporte in die USA. Doch trotz dieser Dominanz wird der Großteil der chinesischen Handelsbewegungen in US-Dollar abgewickelt, ein Faktum, dass Peking ändern muss, wenn es externe ökonomische Risiken eindämmen und Amerika als global dominantes Imperium ablösen möchte. Beide Ziele können nur erreicht werden, wenn der Dollar als Medium des Handels durch den Yuan ersetzt wird. Das tut China unauffällig aber zielgenau.

17.05. I think the market started the bubble phase on election night. It usually takes about a year and a half to complete the parabolic run. You will know it’s time to get out when everyone in the restaurant around you is talking about how much money they are making in the stock market.

13.05. Die Eurozone hat zwei Kernprobleme: zu viele Schulden von Staaten und Privaten und eine weit auseinanderlaufende Wettbewerbsfähigkeit der einzelnen Länder. Die politische Diskussion zur Lösung dieser Probleme verläuft entlang zweier Dimensionen: Bekommen wir eine gemeinsame Haftung für derzeitige und künftige Schulden von Staaten und Privaten (in Form einer gemeinsamen Haftung für Banken) im Euroraum? Bekommen wir eine politische Union in der Form, dass die Nationalstaaten Autonomie aufgeben und Kompetenzen, vor allem im Bereich Finanzen, an Brüssel delegieren? Dies dürfte auf eine Vereinheitlichung von Steuer- und Sozialsystemen hinauslaufen.

05.05. Mittlerweile dämmert es auch den glühendsten Befürwortern des Euros, dass die Idee mit der Währungsunion zu einem Bumerang für die europäische Idee geworden ist. Statt Europa zu einen, führt das straffe Eurokorsett zum Gegenteil. Die Bilanz des Projektes „Euro“ ist für alle beteiligten Länder verheerend.

03.05. Die Elite ist verunsichert Drei Jahrzehnte lang schritt die Globalisierung nahezu ungebremst voran, und in Davos versicherte sich die Elite alljährlich, dass alles auf einem guten Weg sei. Klar, nach dem Finanzcrash 2008 gab es eine kurze Phase des Zweifelns. Aber schnell gewannen die Vertreter der Finanzindustrie und die Verfechter einer freien Marktwirtschaft wieder die Oberhand – und sie schoben die Schuld für die Krise zunächst der Politik zu und später den Notenbanken.

16.04. Brüssel ist auf das nicht mehr unvorstellbare Ende der Eurozone so wenig vorbereitet wie sie für einen möglichen Wahlsieg von Trump gerüstet waren. Der Druck zum Wandel wird spätestens nach den Polit-Wahlen in Frankreich und Deutschland dazu führen, dass Brüssel gezwungen ist, echte Veränderungen des Eurokonstrukts vorzunehmen.

13.04.  Wir denken, dass die Enteignung des Volksvermögens still und leise, Schritt für Schritt passiert. Gerade zuletzt hat der IWF den Industriestaaten einmal mehr empfohlen, verstärkt in Richtung Bargeldeinschränkung zu arbeiten. Erste Sparkassen in Deutschland verlangen für Bargeldbezüge an eigenen Sparkassen-Bancomaten neu horrende Gebühren. Dieser Prozess in der Bargeldeinschränkung geht Schritt für Schritt weiter, mit dem Ziel das Gros des Volksvermögens gläsern als Staat verfolgen zu können und willkürliche Steuern darauf setzen zu können.

Wir können uns nur vom Staat schützen, indem wir anonym Bargeld und physisches Gold weg von den Banken halten (Goldkauf bi srund 20’000-25’000 CHF in der Schweiz noch als Tafelgeschäft bzw. over-the-counter anonym möglich, wie lange noch?). Dazu Aktien (erscheinen nicht in der Bilanz der Bank im Falle einer Schieflage der Bank) und vor allem selbstgenutztes Wohneigentum.

Wir können uns gut vorstellen, dass der Tag der Wahrheit bzw. grössere systemische Verwerfungen ab 2018 passieren, ausgelöst durch Aktiencrash und erneute Bankschieflagen und steigende Zinsen. 2018, weil nach den Euro-Polit-Wahlen und weil Trump versagt.

03.04. Der amerikanische Investor James Rickards warnt vor einem Lockdown des globalen Finanzsystems. Viele Massnahmen von Banken und Zentralbanken in den vergangenen Jahren deuten darauf hin, dass sich die Finanzindustrie auf mögliche Verwerfungen vorbereitet.

31.03. Der Bankensektor der Volksrepublik China zeichnet sich durch eine hohe und weiter ansteigende Verschuldung aus. Weil die Chinesische Volksbank seit Mitte des vergangenen Jahres die Finanzierungsbedingungen für Geschäftsbanken erschwert, droht eine Insolvenzwelle in der Schulden-Blase bei den kleineren, häufig stark verschuldeten Banken. Erst vor wenigen Tagen musste die Zentralbank in einer nächtlichen Intervention in großem Umfang Kapital in den Markt pumpen, um eine Reihe kleinerer Institute vor dem Zahlungsausfall zu bewahren

20.03. Zinserhöhungen der US-Notenbank sind Routine geworden und verleiten nicht mehr zu grossen Worten. Sie haben nur noch
wenig Überraschungspotenzial. Über den Stopp des europäischen
QE-Programms und den Start für höhere Zinsen in
der Eurozone lässt sich aber herrlich spekulieren. Das Thema
wird bei den Wechselkursen zunehmend an Einfluss
gewinnen, je näher der Tag Null kommt. Davon wird der
Euro und in seinem Schlepptau auch der Franken profitieren.

15.03. Die Niederlande wählen, mit EU-weiter Bedeutung – obwohl Geert Wilders für seinen Anti-Brüssel-Kurs keine Koalitionspartner finden dürfte. Und Großbritannien kann den EU-Austritt offiziell beantragen, sobald die Queen das Brexit-Gesetz abzeichnet

20.02. Central banks have printed trillions and trillions of currency units. As much as we would like to believe this is a get out of jail free card, there is going to be a price to pay for this reckless monetary policy. We are going to have a period of extreme inflation, and I believe it will start with the bursting of the bond bubble, which I believe has now begun.

15.02. Nach dem Aufstieg des Populismus in Europa und in den USA beschleicht die Elite erstmals das Gefühl, dass der freie Handel einen gewaltigen Rückschlag erleiden könnte. Der CHF kommt die nächsten Monate noch mehr unter  Druck und damit vor allem die SNB. Was wird Sie machen? 

05.02. In der Deutschen Bundesregierung dominieren die Juristen, die Beamten und die Ideologen. Wirtschaftlicher Sachverstand ist nicht die Tugend der Regierung. Die Bundesregierung hat keine hochkarätigen Finanzpolitiker, die in einem Währungs- und Handelskrieg in der Lage wären, finanztechnische Instrumente einzusetzen. In der US-Regierung dagegen sitzt eine ganze Armada von Goldman-Bankern, die das Geschäft des spekulativen Attacke und des Hedgings perfekt beherrschen. Merkel kann nur auf der politischen Klaviatur spielen.

30.01. Tatsache ist, dass die Zentralbanken in den vergangenen Jahren zu den eigentlichen Machtzentren der Welt ausgebaut wurden. Ob dieser Umbau von langer Hand geplant war oder das zufällige Ergebnis einer außer Kontrolle geratenen Entwicklung ist, weiß ich nicht zu sagen. Im Ergebnis haben sich auf diese Weise und ohne demokratische Legitimation die Draghis, Yellens und Kurodas zu den eigentlichen Machthabern aufgeschwungen, während Regierungen, Kanzler und Präsidenten nur noch die zweite Geige spielen. Die extrem mächtig gewordenen Zentralbankbürokraten, deren Tun und Lassen sich fast jeder Kontrolle entzieht, haben also ein sehr starkes persönliches Interesse daran, ihre Machtposition zu erhalten, die sie ausschließlich dem gegenwärtigen Papiergeldsystem verdanken.

19.01. Das Spiegelbild der Schulden sind die Vermögen. Schrumpfen die Schulden, so schrumpfen in gleichem Masse die Vermögen. Entweder verlieren die direkten Gläubiger, also Banken und Versicherungen und deren Kunden. Oder es bedarf einer staatlich organisierten Schuldenrestrukturierung, die mit Steuermitteln finanziert wird. Beides ist nicht populär. Diese schmerzhafte Wahrheit zu verkünden, scheuen die Politiker, schliesslich stehen in Holland, Frankreich und Deutschland in den nächsten Quartalen wichtige Polit-Wahlen an.

16.12. Das Börsen-Engagement der SNB hat beträchtliche Ausmasse erreicht: Ende 2010 betrug der Aktienanteil der SNB-Vermögensanlagen 8%, heute sind es gegen 20%. Allein in den vergangenen zwölf Monaten hat sich das Aktiendepot der Schweizer um über +40% auf 130 Mrd. CHF vergrössert. Die SNB gilt heute als achtgrösster öffentlicher Investor der Welt nach den grossen Staatsfonds und zählt auch bei vielen global agierenden Konzernen zu den bedeutendsten Anteilseignern.

08.12. Die Ereignisse in Indien sowie die gesamte Geschichte der Menschheit zeigen eins deutlich – bisher hat jeder Staat seine Macht beliebig Geld drucken zu können, früher oder später zum Nachteil der Menschen missbraucht, um seine Ausgaben zu finanzieren. Dies führte letztlich immer zu der Zerstörung der Volkswirtschaften, die sich zuvor über Jahrzehnte oder Jahrhunderte natürlich entwickelten, während diese in Armut versanken.

03.12.: Politiker sind die Verantwortlichen für die Finanzkrise. Sie weigern sich die Realität anzuerkennen, die aus Überschuldung, Forderungsverlusten, einer dysfunktionalen Eurozone sowie einem unterkapitalisierten bis insolventen Bankensystem besteht. Der EZB blieb gar nichts anderes übrig, als der Politik Zeit zu kaufen – die diese jedoch nicht nutzt. Es scheint, dass sich die EZB-Überbrückungszeit an die Politik nicht mehr lange halten lässt.

26.11. Seit 2009 stehen wir in einer Krise, die durch zu viele Schulden und zu billiges Geld ausgelöst wurde, durch noch mehr Schulden und noch billigeres Geld bekämpft. Nur durch noch mehr Schulden und noch tiefere Zinsen gelang es, eine große Depression wie in den 1930er-Jahren zu verhindern. Lediglich zu Tiefst- und Negativzinsen gelingt es den Notenbanken, den Schuldenturm vor dem Einsturz zu bewahren. Doch während das billige Geld dazu dient, das Fundament des Schuldenturms zu stabilisieren, setzen wir oben immer weitere Stockwerke drauf.

12.11. Die Politiker weigern sich die Realität anzuerkennen, die aus Überschuldung, Forderungsverlusten, einer dysfunktionalen Eurozone sowie einem unterkapitalisierten bis insolventen Bankensystem besteht. Der EZB blieb gar nichts anderes übrig, als der Politik Zeit zu kaufen – die diese jedoch nicht nutzt. Allerdings könnte der Zeitpunkt, zu dem die Illusion platzt, näher sein als gedacht. Die Pleite von Lehman Brothers vor acht Jahren dürfte sich als ein Kindergeburtstag im Vergleich darstellen. Die Schulden sind viel höher als vor acht Jahren und die Munition der Notenbanken weitgehend aufgebraucht. Der Preis für das Festhalten an den Illusionen wird hoch sein. Die vergangenen acht Jahre haben wir nur so getan, als hätten wir die Finanzkrise gelöst.

05.11. Sobald das Manipulieren der Märkte durch die Notenbanken aufhört, fällt der Wert der Schuldpapiere über Hunderte Milliarden, die heute zum Nennwert bilanziert werden, auf die Hälfte oder weniger. Dasselbe passiert den Billionen EUR von Staatspapieren, die als sogenannt „sicheres“ Investment von Lebensversicherungen, Sozialversicherungen und zahllosen Anderen gehalten werden. Was die im Investment verlieren, können sie mit gleichzeitig im Eigenkapital Verlorenem nicht mehr glattstellen. Und darum darf und wird das Gelddrucken der Notenbanken nicht aufhören. Allfällige Bankrotte von Südschiene-Zentralbanken werden deshalb mit immer neuen Konstruktionen hinausgezögert. Wer möchte schon, dass die grosse Deflation mit anschliessender Eigenkapitallöschung zu seinen Lebzeiten passiert?“Darum gibt es keinen Konkurs, weil er durch die unbegrenzte Liquidität verhindert wird.

24.10. Die Finanzmärkte können dank einer exzessiven Geldschöpfung noch weiter steigen. Wenn aber die Realwirtschaft in unruhiges Fahrwasser kommt und die Unternehmenserträge sich abzuschwächen beginnen, dann wissen wir aus historischer Erfahrung, dass selbst Gelddrucken eine nachfolgende Baisse nicht mehr aufhalten kann, besonders wenn die Bewertungen wie heute (zu) hoch sind. Der CHF bleibt stark gefragt und nur dank der SNB bis zum nächsten Akt in noch ruhigem Fahrwasser um EUR/CHF 1.0700/1.1000.

10.10. Wieso sonst sollte sich die EZB, eine Institution, die von nichts so sehr abhängt wie von unserem Vertrauen, auf ein solches Abenteuer wie heute mit Geldflutung, Negativzinsen und Aufkaufen von Staats- und Unternehmensanleihen einlassen? Es spricht die pure Verzweiflung aus den Massnahmen, mit denen die EZB – und mit ihr alle führenden Notenbanken der Welt – gegen einen Abwärtsstrudel ankämpfen, den sie selber verursacht haben.

03.10. Das Spiegelbild der Schulden sind die Vermögen. Schrumpfen die Schulden, so schrumpfen in gleichem Masse die Vermögen. Entweder verlieren die direkten Gläubiger, also Banken und Versicherungen und deren Kunden. Oder es bedarf einer staatlich organisierten Schuldenrestrukturierung, die mit Steuermitteln finanziert wird. Beides nicht populär. Diese schmerzhafte Wahrheit zu verkünden, scheuen unsere Politiker, schliesslich stehen gerade in Frankreich, Italien und Deutschland in den nächsten Quartalen wichtige Polit-Wahlen an.

15.09. Die SNB hält still, da auch die EZB vorerst keine weiteren Geldflutungen vorgenommen hat. Das Zinsspiel der Notenbanken läuft synchron weiter. Seit bald zwei Jahren stemmt sich die SNB gegen eine weitere CHF-Aufwertung. Langeweile macht sich am Markt breit. Spekulanten suchten das Weite: Seit 2013 ist das Derivatevolumen beim Franken um -75% eingebrochen. 

07.09. Die meisten Menschen der Welt machen sich ein Bild von den Vereinigten Staaten als dem Land unter den hochentwickelten Industrienationen, das im Zuge der Finanzkrise von 2008 konsequent Massnahmen mit dem Ergebnis ergriffen hat, dass die amerikanischen Banken und Konzerne heute wieder gesund und robust auf eigenen Beinen stehen. Das wollen uns die politisch immer korrekten Mainstream-Medien wie die New York Times, der Wirtschaftsnachrichtensender CNBC oder Bloomberg auch glauben lassen. Die Scheinstabilität der Finanzwelt wird wohl in den  nächsten Quartalen 2017/2018? zusammenbrechen. Die Notenbanken geben jetzt mit dem anstehenden Helikoptergeld und noch stärkeren Negativzinsen mit wohl Bargeldrestriktionen ihr letztes  Hemd her.