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EUR vs USD

07.09. Die lockere Geldpolitik führt zu immer grösseren Verwerfungen. Wir sehen Anzeichen von Blasen an immer mehr Stellen des Kapitalmarkts. Die niedrigen Zinsen der EZB führen zu einer erheblichen Wettbewerbsverzerrung im Finanzsystem. Wie lange nimmt die EZB dies noch in Kauf? Auch wenn die EZB ein Zurückfahren ankündigt, wird der EUR weiter ansteigen. Dies hat ganz andere tiefere Gründe. 

 

27.08.  Die Welt ist heute mit 225 Billionen US-Dollar verschuldet. Geld basiert auf einer Wertschöpfung durch Kreditvergaben. Je höher die Schulden, desto weniger wert ist das Papiergeld. Die Wertaufbewahrungsfunktion ist einfach nicht mehr vorhanden. Die Kaufkraft wird immer weiter abnehmen. Wir leben in einem Experiment, das es in den vergangenen 3000 Jahren noch nie gab: Negativzinsen. Es ist ein Experiment mit offenem Ausgang.

21.08. The best place to make steady, consistent gains is in the stock market as we continue deeper into the bubble phase of this bull market. There will come a time when we will make stupid insane money in a very short period. Something very similar to the baby bull last year. The two times where traders can make a lot of money fast are during a baby bull, and during the final bubble.Keep repeating this over and over. Nasdaq 10,000 will be a piece of cake. 20,000 isn’t out of the question. Ein ähnliches Marktspiel steht dem EUR/USD bevor. Der USD steht vor dem Untergang. Die USA handelt immer mehr unkontrolliert und versucht mit militärischem Aktivismus die Schwächen zu verbergen.

09.08. Grosse Hoffnung und gute Stimmung gibt es in der Eurozone schon länger. Jedoch ist die Wirtschaft seit 2010 nicht mehr so stark angestiegen wie zuletzt. Vor allem die Binnennachfrage treibt die Konjunktur voran. Zusammen mit der guten Gewinnentwicklung bei den Unternehmen verspricht das kräftige Wirtschaftswachstum den Aktienmärkten in Euroland weitere Unterstützung.

04.08. Die US-Wirtschaft hat im zweiten Quartal mit nur +2.6%pa zum Vorjahr unter den Markterwartungen zugelegt. Überraschend positiv lief es dagegen in Europa, BIP-Anstieg: Schweden +4.0%pa, Frankreich +1.8%pa, Spanien +3.1%pa. Die Euro-Wirtschaftsstimmung ist so gut wie zuletzt 2007. Zwar überzeichneten solche weichen Indikatoren zuletzt die tatsächliche Entwicklung in der Realwirtschaft etwas. Doch zeigt der Wert zumindest an, dass es kurzfristig zu keinem Abriss der guten Dynamik in Euroland kommen dürfte. Der EUR/USD hat die Bodenbildung mit dem Anstieg über 1.1600 überwunden und geht jetzt in Richtung 1.2500 und danach über 1.3000.

Der USD-Index steht am Schlüsselsupport um 92.00/92.50, fällt dieser Support, startet ein dramatischer Ausverkauf.

07.07. Auf 1.5 Billionen EUR summieren sich die öffentlichen Anleihen in den Büchern der EZB und steigen bis Ende 2017 weiter auf 2.3 Billionen EUR. Auch die EZB muss ihre Aufkaufprogramme herunterfahren. Die Kritik an Draghi wird lauter. Viele Notenbanker sehen in einem zu lange zu niedrigen Zinsniveau eine Gefahr für die Finanzstabilität. Ein Argument für einen EZB-Kurswechsel ist die stabilere Euro-Wirtschaft und die abgeschlossenen kritischen Euro-Polit-Wahlen ohne grosse Nebenwirkung.

04.07. Der Macron-Sieg bringt die Umverteilung zu Lasten Deutschland in Gang und damit nochmals eine Schönwetterperiode, aber keine nachhaltige Lösung. Die Märkte feiern. Die US-Wirtschaft ist zu 70% von den US-Konsumenten abhängig. Der US-Konsum ist heute so schwach wie zuletzt vor sieben Jahren. Der Konsum läuft nur auf Pump und ist sehr zinssensibel. Es erhärtet sich der Trend, dass die Eurozone im 2017 weiter positiv überraschen wird und die USA enttäuschen wird bzw. die mit der Trump-Wahl sehr hoch gesteckten Markterwartungen gesenkt werden müssen. Der EUR/USD arbeitet an einer nachhaltigen Bodenbildung. Je länger der Prozess läuft, desto nachhaltiger wird der finale Ausbruch sein.

28.06. Die Schulden der EURO-Länder betragen 10 Billionen Euro. Wären die Zinsen nur um einen Prozentpunkt höher, so müssten zusätzlich 100 Mrd. Euro bezahlt werden. Das gesamte Defizit der Euroländer beträgt schon heute 158 Mrd. im Jahr. +1% höhere Zinsen würden das Defizit auf 258 Mrd. in die Höhe schnellen lassen. Die Euro-Zone befindet sich in einer Staatsschuldenkrise, die Draghi bisher mit der Nullzinsgeldschwemme verschleiert. Höhere Zinsen hätten in Frankreich und Italien sowie in Spanien und Griechenland katastrophale Folgen.

11.06. Der Schuldenüberhang muss aus der laufenden Produktion und den laufenden Einkommen bedient werden. Er führt dazu, dass die Produktionskosten steigen und die Einkommen der Nicht-Kapitalbesitzer sinken. Das geht nicht ewig gut. Irgendwann müssen die Schulden abgeschrieben werden und dann droht die nächsten Banken- und Finanzkrise. Mit dieser umzugehen wird leichter, wenn Bargeld keine nennenswerte Rolle mehr spielt. Wenn man nicht mehr auf Bargeld ausweichen kann, geht eine Schuldenbereinigung gradueller. Bei einem Negativzins von minus 5 Prozent, sind die Guthaben nach ein paar Jahren genug entwertet, um die Banken wieder solvent zu machen.

06.06. Frankreich als ein Land, das von der „Pariser Oligarchie“ regiert wird. Trifft diese Analyse immer noch zu? Leider ja. Macron gehört zum Kern dieser Oligarchie. Zwar ist er in Amiens aufgewachsen, assimilierte sich aber schnellstens nach Besuch der ENA und seiner Tätigkeit im Investmentbanking mit den herrschenden Kreisen in Paris.

Dass Macron so schnell aufsteigen kann, beweist die Wirkmächtigkeit seiner Hintermänner. Dazu gehört auch, dass die Fragen nach der Finanzierung seiner professionelle Werbekampagne „ En Marche: Emmanuel Macron“ von den Pariser Medien nie problematisiert wurde. Die Pariser Clique hat einen neuen Star und behält somit das Land fest im Griff.

01.06. Die Notenbank geht davon aus, dass sich der permanente Streit der Parteien, der letztlich einfach nur in Blockade endet, negativ auf die Wirtschaft auswirkt, insbesondere die Investitionen. Es ist einfach nicht klar, was sich im Kongress durchbringen lässt und was nicht. Der Streit macht es zudem schwierig, eine klare Linie zu erkennen. Wer nicht weiss, ob er vielleicht in naher Zukunft wegen neuer Gesetze verliert, lässt grosse Investitionen lieber sein und beschränkt sich auf das Wesentlichste. Es zeigt sich ein gewisser Zusammenhang zwischen politischen Konflikten zwischen den Parteien und Investitionen.

10.05. Ohne Bargeld gibt es diesen Fluchtweg nicht mehr. Aus diesem Grund muss das Bargeld verschwinden. Je schneller, desto besser und je lautloser, desto unauffälliger. Die Politik möchte keine schlafenden Hunde wecken. Sie will nicht den Frosch in kochend heißes Wasser setzen und riskieren, dass dieser alarmiert sofort wieder herausspringt, sondern sie setzt ihn bewusst in kaltes Wasser und erwärmt dieses ganz langsam. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass der Frosch gekocht wird, nicht dass er schnell gekocht wird.

01.05. Die EZB wird kritisiert von den Gläubigern und jenen, die das Spiel durchschauen (wollen). Deshalb muss die EZB entsprechende Argumente erzeugen, zum Beispiel, indem sie in den Märkten für Stress sorgt, der aber noch beherrschbar ist. Dann „muss“ sie handeln und die erpressbaren Gläubiger (bald 800 Mrd. EUR Target2-Forderungen, die sehr wohl relevant werden, wenn das Ding explodiert) werden zustimmen. Endspiel? Offen. Guter Ausgang? Immer weniger wahrscheinlich.

27.04. Es ist unstrittig, dass das Eurokonstrukt mit einer Einheitswährung von Anfang an ein Fehler war. Es ist ebenso unstrittig, dass es so nicht funktionieren kann. Die Politiker wollen es nicht zugeben und dem Volk vor allem die enormen Verluste verschleiern. Deshalb sind alle froh, dass die EZB ihnen Zeit kauft, bis sie nicht mehr im Amt sind bzw. die Polit-Wahlen 2017 über die Bühne gehen. Der Tag der Wahrheit folgt spätestens danach. Das Eurokonstrukt bedarf einer grundsätzlichen Reform. Der EUR wird bestehen bleiben, einfach mit weniger Mitgliedern. Der EUR wird stärker. Auch aktuell: Die nächste Trendbewegung geht nach oben.

25.04. Die Tschechische Notenbank hat im Zuge der Bekanntgabe, die Kursuntergrenze aufzuheben, verlauten lassen, Überreaktionen beim Wechselkurs weiterhin abzufedern („… ready to use its instruments to mitigate potential excessive exchange rate fluctuations.“). Die letzten Monate haben gezeigt, dass glaubhafte Ankündigungen wirksam sind. Eine massive Aufwertung der CZK, die der Wirtschaft aufgrund des hohen Exportanteils schaden könnte, wird die Tschechische Zentralbank auch weiterhin zu verhindern wissen. Dass sie den Wechselkurs dauerhaft unter einen Wert zwischen 25 und 26 CZK/EUR hinaus fallen lassen würde, erscheint daher wenig wahrscheinlich.

05.04. Nach der Holland-Wahl ist vor der Frankreich-Wahl. Sobald aber auch diese Klippe ohne EU-feindlichen Ausgang umschifft ist, hellt sich das Umfeld auf. In Europa zeigt sich das Wachstum recht robust, die Inflation kletterte. Die EZB behält zwar ihre sehr expansive Politik vorerst bei, aber ein Richtungswechsel ist spätestens im nächsten Jahr absehbar. Die aus USD-Sicht perfekte Welt aus Krise in Europa und US-Aufschwung inklusive Zinserhöhungen wird sich nicht so wie bislang fortsetzen. Da angesichts der hohen USD-Bewertung dieses Bild im Grunde genommen schon seit gut zwei Jahren eingepreist ist, sollte eine Änderung zu einer EUR-Erholung führen.

28.02. In der Eurozone liegt die Verschuldung von Staaten und Privaten deutlich über dem Niveau der USA. Die Zinsen in Europa steigen, weil sie in den USA steigen, und Europa sich nicht von dieser Entwicklung abkoppeln kann. Da kann die Europäische Zentralbank nur begrenzt gegensteuern. Steigen die Zinsen, wird sich sehr schnell zeigen, dass die Eurozone noch lange nicht gerettet ist. Das ungelöste Problem der hohen Verschuldung von Staaten und Privaten und des maroden Bankensystems wird offen zutage treten.

23.02. Mit den „Staatsschulden-Lösungen“ der Vergangenheit hat man sich nur Zeit erkauft. Das Grundübel des Systems blieb unangetastet, weil man niemandem wehtun will. Aber solange die Schulden des einen die Guthaben der anderen sind, kann es keine Lösung geben, welche die Schulden beseitigt, aber die Guthaben unangetastet lässt. Im Zweifelsfall werden beide gemeinsam steigen oder untergehen, die Schulden und die Guthaben. Es lebt sich leichter und unbefangener, wenn man um diese Wahrheit nicht weiss. Und trotz allem: Der EUR/USD arbeitet weiter an der nachhatigen Bodebildung um 1.0500.

28.1. Nachdem die Republikaner nun in allen drei Sektoren das Sagen haben könnten erste Projekte, vorausgesetzt man ist sich einig, bereits nach rund vier Monaten beschlossen werden. Diese Einigkeit scheint aber nicht wirklich gegeben zu sein. Es ist daher mit weiteren Verzögerungen zu rechnen. Eine derartige politische Konstellation gab es seit dem Jahre 1900 erst 13mal und seit 1950 erst zweimal. In diesen Fällen bewegte sich im ersten Präsidentschaftsjahr in der Regel kaum etwas. Die Geduld von Trump könnte auf eine harte Probe gestellt werden.

Der EUR/USD steht (noch) in einer Bodenbildungsphase um 1.0500 und will nächstens 1.1500 antesten und später  darüber ausbrechen. Dazu gibt es durchaus fundamentale Gründe, welche sich die wenigsten Anleger vorstellen können. Wir leben in einer neuen Welt, mit Trump, mit Brexit, mit ….

23.1. Steigen die Zinsen in den USA zu stark an, haben wir einen Margin Call nicht nur in den USA, sondern global. Alle Zinsen würden in einem solchen Umfeld nach oben gezogen werden, weil die USA nach wie vor der globale Trendsetter sind. Zu viele Länder und Unternehmen sind in USD verschuldet, die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich schätzt den Betrag von Dollar-Krediten an Nicht-Banken ausserhalb der USA auf 9.8 Billionen.

22.01. Beginnen die USD-Zinsen zu steigen und gewinnt der USD weiter an Fahrt, kommen die Schuldner unter massiven Druck. Wehren sich die nationalen Notenbanken gegen die Dollaraufwertung, müssen sie ebenfalls die Zinsen deutlich erhöhen und bringen damit die Schuldner und die Realwirtschaft von anderer Seite unter Druck.

13.01. Es ist ein Irrtum zu glauben, dass die Finanzmärkte heute von Fundamentaldaten wie Wachstum oder Handelsströmen bestimmt wird. Es ist schlicht ein Kurs, der von den grossen Marktakteuren geprägt wird, die Ereignisse spekulativ in die eine oder andere Richtung interpretieren. Wechselkursprognosen auf Basis von Fundamentaldaten haben also vor allem den Sinn, andere Marktteilnehmer und Anleger davon zu überzeugen, in die gleiche Richtung zu marschieren – ein klassisches Beispiel für sich selbst erfüllende Prophezeiungen oder das berühmte Herdentrieb-Verhalten.

03.01.2017 Immer deutlicher wird, dass wir nicht zu den Wachstumsraten vor der Finanzkrise zurückfinden. Der Welthandel ist rückläufig, die Produktivität stagniert und die Arbeitslosigkeit bleibt hoch. Gesucht werden Lösungen zur Überwindung der Stagnation. Wollen wir die Eiszeit überwinden, müssen wir uns den Realitäten stellen und uns einer Rosskur unterziehen. Sie basiert auf drei Säulen: Der Bereinigung der Folgen der falschen Politik der letzten 30 Jahre, der Erhöhung der Erwerbstätigenzahl und der Steigerung der Produktivität.

28.12. Seit 2009 stehen wir in einer Krise, die durch zu viele Schulden und zu billiges Geld ausgelöst wurde, durch noch mehr Schulden und noch billigeres Geld bekämpft. Nur durch noch mehr Schulden und noch tiefere Zinsen gelang es, eine grosse Depression wie in den 1930er-Jahren zu verhindern. Lediglich zu Negativzinsen gelingt es den Notenbanken, den Schuldenturm vor dem Einsturz zu bewahren. Doch während das billige Geld dazu dient, das Fundament des Schuldenturms zu stabilisieren, setzen wir oben immer weitere Stockwerke drauf.

15.12. EZB-Chef Mario Draghi hat sein Versprechen wieder erneuert, die Politik der niedrigen Zinsen und des Aufkaufens von Anleihen so lange fortzusetzen, bis die Inflation sich in die gewünschte Richtung entwickle. Vielleicht gelingt es Politik und Notenbanken ja, das Unvermeidliche nochmals zu verschieben. Verhindern können sie es schon lange nicht mehr. Angesichts der bisherigen Ergebnisse sollten vielmehr Zweifel aufkommen: Ist nicht vielleicht die Medizin die falsche? Aber wie für jeden mit einem Hammer, alles ein Nagel ist, ist für die Geldpolitiker alles eine Frage von noch mehr Geld.

06.12. Solange die Helikopter nicht auf breiter Front eingesetzt werden, wird es zu keiner erfolgreichen Reflationierung kommen, die die vorhanden Geldschulden/Geldvermögen auf ein angemessenes Niveau weginflationieren. Dann hätten wir zwar höhere Nominalzinsen, aber das Realzinsniveau schwankt weiterhin entlang der Nulllinie. Die fehlerhaften Zinsvorstellungen sind einfach nicht aus der Welt zu schaffen. Mythen und Märchen sind einfach schön anzuhören. Wenn interessieren da schon die Fakten.

23.11. Die Notenbanken haben den „Point of no return“ überschritten. Die Gefahr eines Vertrauensverlustes in das Geldsystem wächst. Die Notenbanken sind „Gefangene ihrer eigenen Rettungspolitik“ und gezwungen, mit einer immer aggressiveren Geldpolitik den Kollaps des Finanzsystems zu verhindern. Das Selbstverständnis der Notenbanker, auch für die kurzfristige Finanzmarktstabilität verantwortlich zu sein, macht die Märkte noch abhängiger von ihrer Politik. Die Gefahr wächst an, dass die aggressive Geldpolitik der Notenbanken irgendwann in einem allgemeinen Verlust des Vertrauens in das Geldsystem und einer grossen Geldentwertung endet.

18.11. Im Finanzsystem Saudi-Arabiens zeichnet sich eine Schieflage ab. Das Land leidet nicht nur unter dem Ölpreis-Verfall. In den USA wachsen die Zweifel am wichtigsten Verbündeten im Nahen Osten. Riad legt einen Großteil seiner Ölgewinne seit Jahrzehnten in US-Staatsanleihen an – kommt es zu einem Umdenken der Saudis, würde die Schuldenaufnahme der USA erschwert. Auch andere wichtige Staaten wie China und Indien fahren die Käufe seit Monaten zurück. Eine Abwendung vom Dollar als allein gültige Währung zur Abwicklung der saudischen Ölverkäufe würde überdies dessen Statur als Weltleitwährung gefährden. Stehen wir an einer Zeitenwende beim EUR/USD bzw. dem USD? Die nächsten Tage bringen die Entscheidung, zumindest markttechnisch…

15.11. Der EUR/USD will mit dem Fall unter 1.0800 die entscheidendeMarke von 1.0500 testen. Fällt bald auch die Parität? Die Aussicht auf mehr Zinsen und mehr Wachstum im Vergleich zu Europa sind seit Trumps Wahlsieg noch wahrscheinlicher. Oder wird schon heute zu viel Trump-Optimismus am Markt eingepreist? Wir denken ja. 

Populismus und Protektionismus breiten sich nicht erst seit der US-Wahl in der Eurozone aus. Der nächste Besichtigungstermin? Der 4. Dezember, wenn Italien über Matteo Renzis Senatsreform abstimmt. Wir halten ein Nein und damit möglicherweise auch Neuwahlen nicht mehr für ausgeschlossen.

31.10. Die kommende Goldhausse und der Vertrauensverlust in das Papiergeld bzw. den Forexmarkt sind das unvermeidliche Ergebnis der sich zuspitzenden Finanzkrise, welche wiederum infolge der lawinenartig anwachsenden Schulden- und Derivateprobleme auftritt, die im Zuge der Finanzkrise von 2008 nicht gelöst, sondern mit Hilfe von Financial Engineering und Gelddrucken nur übertüncht wurden. Vernünftigerweise ist nun davon auszugehen, dass diejenigen, die dieses Desaster zu verantworten haben, nicht zulassen werden, dass das System einfach so implodiert. Stattdessen werden sie auf die einzige Option zurückgreifen, die ihnen noch bleibt – das sogenannte Helikoptergeld, eine Massnahme die selbstredend inflationär ist.

27.10. Bis jetzt hält das Vertrauen der Menschen in die Notenbanken. Aber es mehren sich die Stimmen, die vor einem Schwinden des Vertrauens und den Folgen warnen. Dabei fokussieren sich die Sorgen vor allem auf die Frage, wie die Finanzmärkte reagieren könnten, würde sich die Erkenntnis durchsetzen, dass die Notenbanken die realen Probleme eben doch nicht lösen können. Ein Kollaps der Vermögenspreise wäre die Folge. Den alternativen Vertrauensverlust in unser Geld und damit in die Hyperinflation sehen die meisten Beobachter angesichts des deflationären Drucks von Überkapazitäten und Fehlinvestitionen noch nicht.

14.10. Das Szenario der Eiszeit trifft Realwirtschaft und Kapitalmärkte gleichermassn. In einem Umfeld von geringem Wachstum, schwachen Produktivitätsfortschritten, stagnierender bzw. schrumpfender Erwerbsbevölkerung und hoher Verschuldung kann die Realwirtschaft keine grossen Sprünge machen. Ein Umfeld geringen Wachstums ist per Definition auch ein Umfeld geringer Kapitalerträge. Vor allem wenn die Notenbanken alles daran gesetzt haben, zukünftige Erträge in die Gegenwart zu holen.

07.10. Die Deutsche Bank muss Gerüchte um Staatshilfen dementieren, die Commerzbank baut massiv Stellen ab und die Politik verweigert sich der Realität. Die Finanzkrise hat nur Pause gemacht. Jetzt ist sie wieder da. Eigentlich sollte bei den grössten Euro-Banken doch endlich alles gut werden. Deutsche Bank und Commerzbank haben kräftig umgebaut, gespart, Manager ausgetauscht und immer wieder Milliarden am Kapitalmarkt besorgt. Die grosse Illusion geht weiter. Das europäische Bankensystem ist weit davon entfernt, auf einem soliden Fundament zu stehen. Die Gefahr einer im 2017 nächsten Finanzkrise nimmt zu. Muss aber darum der EUR/USD abstürzen? Schauen Sie sich mal den Kursverlauf der letzen 10 Jahre an….

14.09. Spätestens nach dem Entscheid der EZB, die Zinsen weiter unter null zu drücken und noch aggressiver Staats- und Unternehmensanleihen aufzukaufen, dürfte auch dem letzten Beobachter schwanen, dass etwas faul sein muss in Euroland. Wieso sonst sollte sich die EZB, eine Institution, die von nichts so sehr abhängt wie von unserem Vertrauen, auf ein solches Abenteuer einlassen? Es spricht die pure Verzweiflung aus den Massnahmen, mit denen die EZB – und mit ihr alle führenden Notenbanken der Welt – gegen einen Abwärtsstrudel ankämpfen, den sie selber verursacht haben.

09.09. Spätestens nach dem Entscheid der EZB, die Zinsen weiter unter null zu drücken und noch aggressiver Staats- und Unternehmensanleihen aufzukaufen, dürfte auch dem letzten Beobachter schwanen, dass etwas faul sein muss in Euroland. Wieso sonst sollte sich die EZB, eine Institution, die von nichts so sehr abhängt wie von unserem Vertrauen, auf ein solches Abenteuer einlassen? Es spricht die pure Verzweiflung aus den Massnahmen, mit denen die EZB – und mit ihr alle führenden Notenbanken der Welt – gegen einen Abwärtsstrudel ankämpfen, den sie selber verursacht haben. Und dennoch wird der EUR nicht untergehen. Im Gegenteil: Er wird in den nächsten Quartalen gegenüber dem USD an Wert zulegen, weil die USA in den nächsten Monaten zunehmend in die Negativschlagzeilen kommt.

03.09. Aus der Geschichte lassen sich häufig Rückschlüsse auf die Gegenwart ziehen. Unabhängig von der historischen Dimension sind einige Gemeinsamkeiten für das Scheitern der Währungsräume erkennbar. Hinter den Ursachen zur Auflösungs- bzw. Austrittsentscheidung stehen stets divergierende nationale Interessen. Diese manifestieren sich in unterschiedlichen geldpolitischen Zielen und fiskalpolitischen Entscheidungen, welche sich zuerst an den nationalen Bedürfnissen und danach an den Unionsinteressen orientieren. Welcher Wirtschaftsraum bricht als nächster auseinander? Der Euroraum oder die USA oder sogar China? Die Industriewährungen wie USD, EUR, JPY, GPB, CHF werden zunehmend durch die Notenbankpolitik und der Absprachen hinter dem Politvorhang bestimmt.